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Sportauspuffanlagen für BMW
BMW aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie |
BMW Motorrad ist ein Geschäftsfeld des Fahrzeug- und Motorenherstellers BMW. Seit 1923 werden Motorräder hergestellt. Mit rund 100.000 verkauften Stück pro Jahr ist BMW der größte Motorradhersteller hubraumstarker Modelle in Europa.
Bereits das erste von Max Friz und Martin Stolle entwickelte Motorrad BMW R 32 verfügte über das auch heute noch angewandte Grundprinzip eines Doppelrohrrahmens mit Boxermotor und Kardanantrieb.
Im Laufe der Entwicklung wurden durch das Unternehmen vielfach unkonventionelle und teils selbst entwickelte Konstruktionselementen wie etwa ABS, Paralever, Telelever oder die Luftfederung eingeführt.
BMWs Versuch, mit dem überdachten Motorroller C 125 im aufstrebenden hubraumschwachen 125-cm³-Segment Fuß zu fassen, kann als gescheitert bewertet werden, die Produktion wurde nach wenigen Jahren mangels Verkaufserfolg eingestellt.
Die Motorräder waren bis vor einigen Jahren vergleichsweise schwere Krafträder mit Leistungsausbeuten weit diesseits des technisch Machbaren. Entgegen der Entwicklung bei den großen japanischen Herstellern wurde jede neue BMW-Generation schwerer. Erst durch die Präsentation der R 1200 GS leitete BMW 2005 die Neuorientierung seiner Modellpalette ein. Die Reiseenduro 1200 GS weist gegenüber der Vorgängerin, der R 1150 GS, rund 30 kg weniger Trockengewicht und 15 PS höhere Leistung auf. Auch die folgenden Neuerscheinungen waren "schärfere" Würfe nach den eher konservativen Modellen der 1990er.
Um gegen die großen japanischen Hersteller bestehen zu können und neue Kundengruppen zu erschließen, erschien 2006 die K 1200 R. Bei Erscheinen war dies das stärkste Naked Bike am Markt. Die Vorgängerreihe (K 1200…) hatte noch einen Vierzylinderreihenmotor mit längs eingebauter Kurbelwelle mit höchstens 130 PS. Das unkonventionelle Konzept mit Nachteilen (unter anderem: Drehmomentimpuls tangential zur Fahrtrichtungsachse bei Kurbelwellenbeschleunigung, asymmetrische Ölansammlung beim Abstellen am Seitenständer) wurde abgelöst durch einen vergleichsweise flach nach vorne geneigten Reihenvierzylinder mit quer liegender Kurbelwelle und über 160 PS.
Zu der über 15 Jahre lang nahezu unverändert produzierten F-Reihe (F 650 GS/-Dakar und F 650 CS) mit dem Einzylinder Rotax-Motor stellte BMW 2006 die Modelle F 800 S und F 800 ST mit Reihenzweizylinder. Die Ära der 650-cm³-Einzylinder-Rotax-Motoren bei BMW ging im Jahre 2007 zu Ende.
Zukünftig werden 650-cm³-Einzylinder-Motoren der Loncin Motor Company aus Chongqing in China in den Modellen der Baureihe BMW G 650 verwendet.
Anfang 2008 stellt BMW die neue Sportenduro BMW G 450 X mit einem 450-cm³-Einzylinder-Motor vor, der bei Kwang Yang Motor Co. Ltd. (Kymco) in Taiwan gefertigt wird.
Die 4 BMW-Basismotoren (650-cm³-Einzylinder, 800-cm³-Parallel-Twin, 1200-cm³-Zweizylinder-Boxer und 1200-cm³-Reihenvierer) werden also jeweils - derzeit wie auch schon in der Vergangenheit - in unterschiedlichen Motorradtypen angeboten.
Sämtliche BMW-Motorräder werden seit 1967 im BMW-Motorradwerk in Berlin-Spandau gebaut, wo rund 1600 Mitarbeiter inzwischen täglich 400 Maschinen fertigen. Im Jahre 2001 konnte die Produktion des einmillionsten Motorrades gefeiert werden. Das Spandauer Werk ist außerdem ein bedeutendes Zulieferwerk für die Pkw-Produktion von BMW. So werden dort unter anderem sämtliche Bremsscheiben für alle Pkw-Modelle von BMW produziert. Seit dem Jahr 2000 wird das Werk, welches die Nummer 3.1 trägt, kontinuierlich erweitert und modernisiert. So wurde von 2001 bis 2003 eine weitere Fertigungshalle für Motorräder errichtet. Optisch besonders charakteristisch für die BMW-Motorradproduktion sind die gelben "C-Haken", welche in zwei Etagen an einem Schienensystem durch die beiden Montagehallen gleiten und auf denen die Motorräder die verschiedenen Fertigungsschritte durchlaufen. Auch im Zeitalter moderner Technik erfolgt die Motorradproduktion immer noch zum großen Teil durch hochqualifizierte Arbeitskräfte im Handbetrieb. Sogar die Zierstreifen an den Motorrädern werden nach wie vor durch besonders erfahrene Mitarbeiterinnen manuell aufgemalt.
Die deutschen Bundesländer statteten in der Vergangenheit ihre Kradstaffeln fast ausnahmslos mit Fahrzeugen von BMW aus. Auf Grund gesetzlicher Vorgaben der Europäischen Union ist heute in der Regel eine europaweite Ausschreibung notwendig. Dabei erhielten in Berlin (2008) und in Hessen (2005) andere Hersteller den Zuschlag, da deren Motorräder wirtschaftlicher waren.
Seit 2005 neigt das Geschäftsfeld BMW Motorrad dazu, Rückrufe bei Motorrädern nur noch auf dem Papier abzuwickeln. Dies gilt beispielsweise für den Rückruf der Bedienungsanleitungen im Zusammenhang mit dem Integral-ABS von FTE automotive oder der Handprotektoren der BMW R 1200 GS-Motorräder bis Produktionsdatum Oktober 2007.
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